Vedische Texte

A.C.Bhaktivedanta Swami Srila Prabhupadas System und Richtlinien für Einweihungen in der ISKCON

Thursday, February 01, 2007

ISKCON Deutschland am Rande des Zusammenbruchs
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von Krishnakant, Editor Back to Prabhupada (BTP) magazine, ISKCONIRM - www.iskconirm.com

Prabhupada in Bliss

Rückblende - GBC MEETING 2005: ISKCON Deutschland begann das Jahr mit einer sehr düsteren Aussicht. Nach einem eilig einberufenen Treffen, welches von allen nationalen Ratsmitgliedern besucht wurde, zusammen mit dem glanzlosen GBC Mitglied, Ravindra Svarupa Das, wurde die Erklärung eines Ausnahmezustandes ausgesprochen.

„Den drohenden Verlust der drei einzigen deutschen Tempel, dem Abentheuer Tempel, Goloka Dham, das zuhause von Radha-Madan Mohan, Srila Prabhupada’s ursprüngliche und einzige Deities in Deutschland, den Jandelsbrunn Tempel, Simhacalam, das zuhause der größten Bildgestalt in Europa, Lord Nrsimhadev, den Kölner Tempel, das zuhause der offiziellen Gaura-Nitai Bildgestalten in Deutschland.
Bitte verliert nicht euer Vertrauen in Srila Prabhupadas ISKCON Familie und den Repräsentanten, den GBC Mitgliedern“.
(Vorschlag an den GBC von Dina Sharana Devi Dasi)


Aber warum sollte es überhaupt dazu kommen die drei Tempel des deutschen Yatra zu verkaufen?

„Der Schuldenbetrag beläuft sich bis zum heutigen Tag auf eine Million Euro.“


Und wie gerieten die deutschen Devotees in solch ein finanzielles Debakel?

„…..indem sie vertrauensselig den früheren Autoritäten gefolgt sind….“


Wenn irgendeine Firma solch einen gewaltigen Schuldenberg anhäufen würde, wäre doch das erste was getan werden müsste, die Verantwortlichen für diese Misswirtschaft zu entlassen. Im nun folgenden wird es verständlicher, warum Ravindra Svarupa mehr als zufrieden war, Dina Sharana Devi Dasi’s Vorschlag zu begrüßen:

„Die Themen in M.Dina Sharana Devi Dasis Antrag behandeln nicht, Wer recht hat und Wer schuldig ist, Wer sich mit dem Geld bereichert hat und Wer dafür verantwortlich zu machen ist!“


So funktioniert es also wenn man sich aufgrund schlechter Führungsqualität wie in diesem Fall, Ravindra Svarupa und die korrupten unautorisierten Gurus, die er Deutschland über viele Jahre untergeschoben hat und er sich jetzt geschickt aus der Verantwortung nimmt.
Der Vorschlag welcher unterbreitet wurde und darauf abzielt das Geld innerhalb von zwei Jahren zusammen zu bekommen, richtet sich - wie sollte es anders sein - mit großen Bitten an jedermanns Loyalität und Zuneigung für Srila Prabhupada.

„Was man ganz einfach bedenken sollte: Es gibt keine ISKCON außerhalb der ISKCON und als getreue Nachfolger von Srila Prabhupadas Mission gibt es keine Frage Teil eines Problems zu sein, sondern einzig und allein Teil der Lösung zu sein. […]
Man hat jetzt einen gemeinsamen Anlass das Ziel zu erreichen Srila Prabhupadas Bewegung in Deutschland zu retten und die Bewegung davor zu bewahren zerstört zu werden. […] Nur eine ISKCON-weite Maßnahme der Solidarität kann bewirken uns aus dieser Schuldenfalle zu befreien und nur dann werden wir dazu in der Lage sein, „Srila Prabhupadas Vermächtnis“ weiter zu bewahren und die Berechtigung haben uns mit diesem Namen zu bezeichnen.“


Ist es nicht erstaunlich wie sich die gegenwärtige ISKCON nur dann darauf besinnt Srila Prabhupada zu gehören, wenn Geld benötigt wird? Wenn die falschen Gurus ein riesiges Durcheinander verursachen sind sie plötzlich mehr als gewillt zuzustimmen, dass die ISKCON eigentlich Srila Prabhupadas Bewegung, sein Vermächtnis ist, etc. Sobald jedoch die Gelder geregelt werden, ist ISKCON sofort wieder die Bewegung von achtzig im Wettstreit miteinander liegenden Gurus.

Wir stellen auch fest, dass der Finanzierungsplan keineswegs davon spricht, dass wir zusammen arbeiten um die deutschen Tempel für die Gurus zu retten, die doch diese Tempel als Rekrutierungsstellen für neue Verehrer benötigen, und dennoch ist dies seit 1978 der Sachverhalt, wofür genau diese Tempel verwendet wurden.
Seit diesem Datum wurde nicht ein einziger Schüler als ein Schüler für Srila Prabhupada aufgenommen. Wenn die deutschen Tempel gerettet wären und ein neuer Devotee wollte beitreten weil er glaubt dies sei wirklich Srila Prabhupadas Mission, und würde nun gerne Srila Prabhupada als seinen Guru akzeptieren - in Übereinstimmung mit Srila Prabhupadas unterzeichneten institutionellen Richtlinien - würde man solch einen Devotee rücksichtslos aus der Bewegung verjagen ( Ravindra Svarupa das wird gewalttätig als er sieht wie Prabhupadanugas vom IRM, BACK TO PRABHUPADA Magazine verteilen, mehr als 6000 haben sich das schockierende Video bereits angeschaut:



Dies ist die Realität. In welchem Sinne ist dies dann Srila Prabhupadas Bewegung? So verzweifelt ist die Verfasserin des Finanzierungsplanes Srila Prabhupada zu benutzen, dass sie glaubt er wolle geradezu in ihren Plänen aufscheinen:

„Wäre Srila Prabhupada in diesem Moment direkt vor uns gegenwärtig, würden wir keine Sekunde zögern und würden sagen, „Ja, ich werde das Nötige veranlassen!“


Sie erwähnte jedoch nicht Ravindra Svarupa in ihrem Beispiel, obwohl er in diesem Meeting persönlich anwesend war. Offensichtlich war ihr mehr als klar, dass Ravindra Svarupa nicht dieselbe Kraft besitzt, um die gewünschte Zustimmung bei den versammelten Gemeindemitgliedern zu aktivieren. Dennoch erhebt Ravindra Svarupa den Anspruch der gegenwärtige Repräsentant der selben Schülernachfolge von Mahabhagavats ( jene die auf höchster Ebene spirituellen Fortschritts verankert sind) anzugehören, welche uns Srila Prabhupada offenbarte.

Wir sehen also dieselbe Lockvogel Methode welche im Leitartikel der BACK TO PRABHUPADA Ausgabe7 beschrieben wurde, wie ein roter Faden in allen Bereichen der heutigen ISKCON angewandt:

„Bitte rettet diesen Tempel für Srila Prabhupada.“

Aber wenn dann der Tempel gerettet ist, heisst es, „Srila Prabhupada ist jetzt tot, du kannst ihn nicht als spirituellen Meister haben, du musst dich an einen seiner Nachfolger wenden.“
Leser des BACK TO PRABHUPADA Magazins erinnern sich vielleicht, dass wir in der 2. Ausgabe den ehemaligen GBC und Guru von Deutschland, Harikes Das genauer unter die Lupe genommen haben, wie er die Bewegung mit einigen hunderttausend Dollar für immer verließ. Er kaufte sich mit dem Geld ein luxuriöses Heim an der französischen Riviera und hat es sich dort mit seiner Therapeutin gemütlich gemacht.
Ein anderes frühere Oberhaupt und einweihender Guru von Deutschland, der nun in Ungnade gefallene Prithu, hat wie in der Ausgabe BACK TO PRABHUPADA 6 berichtet wurde, auf sehr anschauliche Weise die missbräuchliche Natur eines falschen Gurus offenbart.
Sobald diese Gurus „davongetragen“ wurden, gab es nicht nur die offensichtlichen finanziellen Unregelmäßigkeiten von riesigen fehlenden Geldbeträgen, sondern auch den nicht unwichtigen Sachverhalt, dass die Schüler völlig verzweifelt und niedergeschlagen sich selbst überlassen wurden. Als zum Beispiel Prithu (hinterließ in Österreich einen Schuldenberg von 150.000.-€) erklärte, dass er nicht mehr den einfachen Prinzipien menschlichen Niveaus folgen würde (ganz zu schweigen denen eines befreiten Acaryas), musste der Wiener Tempel geschlossen werden, da all seine Schüler das Vertrauen in ISKCON über Bord warfen.
Wann immer ein ISKCON Guru in die moralische Verwerflichkeit hinabgleitet verursacht er eine Spur der Verwüstung in Form einer ernüchternden Gefolgschaft, deren Vertrauen ohne Aussicht auf Heilung völlig zerrüttet ist.
Gaudiya-Matha Gurus wie Narayana Maharaja nutzen dann die Gunst der Stunde und positionieren sich als spirituelle Meister die niemals herunterfallen. Auf diese Weise umkreisen sie fortwährend die ISKCON und sammeln die desillusionierten Dissidenten für ihre eigenen rivalisierenden Missionen ein.

All diese Probleme haben ihre Ursache einzig und allein in dem nicht autorisiertem Guru System welches gegenwärtig in der ISKCON zur Anwendung kommt.
Wie Srila Prabhupada erklärt:

„Im Caitanya Caritamrita (Antya 7.11) wird eindeutig darauf hingewiesen: krishna-shakti vina nahe tara pravartana: Ohne von Krishna ermächtigt zu sein kann man den Heiligen Namen des Herrn nicht auf der ganzen Welt predigen.“
(Srimad Bhagavatam 7.14.39, Erläuterung)


Die bevollmächtigte Persönlichkeit ist bereits hier – Srila Prabhupada – und man braucht keinen anderen miteinander rivalisierenden Gurus nachzufolgen.

Tuesday, January 30, 2007

Der große Guru Betrug Teil 1 und 2
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von Krishnakant, Editor BACK TO PRABHUPADA, ISKCONIRM, www.iskconirm.com

Prabhupada erobert die WeltBis zum Jahre 1977 hatte Srila Prabhupada die ISKCON zu einer Gesellschaft von vielen Dutzend Tempeln, Bauernhof- Gemeinschaften und Restaurants entwickelt - mit insgesamt zehntausend Schülern. Er hatte auch Dutzende Bücher über spirituelles Wissens geschrieben, von denen über 150 Millionen in allen Hauptsprachen der Welt verteilt worden waren. Kurz vor seinem Verscheiden richtete er eine Verfügung an alle ISKCON Zentren und den GBC Aufsichtsrat (GBC - Schüler welche die Bewegung organisieren ), die mit sofortiger Wirkung zur Anwendung kommen sollte. Diese Richtlinie, die weiter unten als Kopie vom Original abgebildet ist, legt ein System dar, durch das Srila Prabhupada fortfahren würde, Schüler, ohne die Notwendigkeit seiner physischen Anwesenheit auf diesem Planeten zu initiieren.
Wie man in dieser Anweisung lesen kann, nennt er 11 vorrangige Sekretäre, die damit beauftragt werden neue Anwärter als direkte Schüler von Srila Prabhupada in die Bewegung aufzunehmen. Die Verfügung ist nicht auf verschiedene Weise auslegbar, sondern eindeutig:

„Die neu initiierten Devotees sind Schüler von His Divine Grace A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada, die oben genannten elf leitenden Devotees handeln als Seine Repräsentanten.“


Nicht allzu lang nach Srila Prabhupadas Verscheiden am 11.November 1977 jedoch, verkündete der GBC unverfroren, dass die elf Sekretäre tatsächlich zu vollwertigen Gurus und spirituellen Meistern ausgewählt worden seien und ihre eigenen Schüler initiieren sollten und somit Srila Prabhupada in dieser Befugnis ersetzen würden.

Dies steht natürlich mit Srila Prabhupadas Verfügung in völligem Widerspruch, worin klar geschrieben steht, dass die elf ernannten Sekretäre dazu ausgewählt wurden, um in einer repräsentierenden Funktion neue Schüler für Srila Prabhupada aufzunehmen. Die bis heute von kaum jemanden zur Kenntnis genommene offizielle GBC Protokollniederschrift von 1978 dokumentiert diesen Betrug Schwarz auf Weiß:

„...für 1978 sollen keine neuen Spirituellen Meister außer denen die Srila Prabhupada ausgewählt hat, ernannt werden.“
(GBC Resolution Nr. 16, 19.März, 1978)


Diese 11 selbsternannten „Gurus“ teilten die Welt sofort in elf Zonen auf und begannen täglich sich auf riesigem, verziertem Thron (Vyasasana) mit allem Prunk verehren zu lassen. Sie etikettierten sich als die „materiellen und spirituellen Nachfolger“ von Srila Prabhupada und machten auf diese Weise mit diesem Täuschungsmanöver zigtausende Schüler und riesige Geldsummen zu ihrem Privatbesitz. Schon bald jedoch wurde ihr Leben auf der Grundlage dieser unverhohlenen Lüge eingeholt.
Tatsächlich gerieten all diese ursprünglichen Sekretäre in einen derartigen Abgrund moralischer Verwerflichkeit, den man nicht einmal einem gewöhnlichen Menschen zutrauen möchte, ganz zu schweigen einem Guru (siehe auch BACK TO PRABHUPADA, Artikel 5 „Die Abtrünnigen Senioren, Wo Sind Sie Jetzt?“)
Wie eine interne Aktennotiz, geschrieben von einem später durch den GBC gewählten „Guru“ (siehe unter, „Der große Guruschwindel Teil 2“) verlauten ließ:

„Fakt: ISKCON gurus haben sich Gelder angeeignet und diese missbraucht und andere ISKCON Ressourcen zu ihrer eigenen persönlichen Bereicherung abgezweigt. ISKCON Gurus hatten Geschlechtsverkehr mit sowohl Männern als auch Frauen und mit höchster Wahrscheinlichkeit auch mit Kindern.“
(“Where the Ritvik People Are Right”, Jayadvaita Swami, 1996)


Überblickt man nun diese gravierende Peinlichkeit verursacht durch das abscheuliche Benehmen dieser anfänglichen Guru Betrüger hätte man nun eigentlich annehmen können, dass normaler Menschenverstand ausreichen würde - ganz zu schweigen von spirituellem Niveau, seine Hand zu heben und den Guru Betrug offiziell zuzugeben den sie verübt hatten.
Unglücklicherweise, statt soweit zu denken und das ursprüngliche repräsentierende System welches Srila Prabhupada eingerichtet hatte wieder herzustellen, ist das einzige was wir zu sehen bekommen, der Guru Schwindel, Teil 2.

Der große Guru Betrug: Teil 2

Als 1986 der GBC zu dem spirituellen und moralischen Zerfall der vielen selbsternannten Betrüger „Gurus“ Stellung bezog, versuchte der GBC die vorangegangenen ruinösen Machenschaften, welche zu diesem Stand der Dinge geführt hatten, wiederum mit einem erneuten Betrug zu verschleiern. Um die Mitglieder der Bewegung zu beruhigen und die Aufmerksamkeit von ihrem eigenen Fehlverhalten abzulenken, kündigten sie plötzlich an, drastische und weitläufige Änderungen seien in der Tat dringlichst durchzuführen. Ihre beabsichtigten „Änderungen“ beinhaltete jedoch nicht, zunächst einmal den ersten Betrug zuzugeben, wobei Guru Status von Individuen sich auf illegitime Weise angeeignet wurde, die aber von Srila Prabhupada in Wahrheit nur zu Sekretären ernannt worden waren. Stattdessen wurde erstaunlicherweise verkündet, es seien 1978 zahlenmäßig nicht genug Devotees zu selbsternannten Gurus ins Amt gehoben worden. Sie beschlossen daher, dass nun fortan jeder durch einen Stimmzettel-Mehrheitsbeschluß des GBC zum Guru Status aufsteigen könne.

„…jedes GBC Mitglied kann dem GBC Aufsichtsrat einen Diksa-Guru Kandidaten präsentieren. […] und nach mehrheitlicher Zustimmung mag dieser dann die Verpflichtungen eines einweihenden Gurus in der ISKCON übernehmen.“
(GBC Resolution Nr.3, 30. März, 1986)


Und die schriftliche Befugnis von Srila Prabhupada für diesen erneuten „Guru durch Stimmzettel-Abstimmung“ Betrug?
Dasselbe wie zuvor – KEINE.
Auf diese Weise haben die unberechtigten Gurus in der ISKCON sich nun zu über 70 expandiert, wobei die Zahl jährlich variiert, wenn einige abermals in die moralische und spirituelle Erniedrigung hinabgleiten und wieder neue hinzugefügt werden um die Fehlenden zu ersetzen.
Währendessen hat dieses ganze „Guru Durcheinander“ den wirklichen und einzigen Guru der ISKCON, Srila Prabhupada, ins Abseits befördert, der, wie wir gesehen haben nur einzig und allein dazu berechtigt hat, dass er durch seine Repräsentanten der einzige Guru der ISKCON bleibt und diese Repräsentanten nur als seine Vertretung, in seinem Auftrag, Schüler aufnehmen sollten.
Unglücklicherweise haben diese Repräsentanten beschlossen die Bewegung zu ihrem eigenen Nutzen zu entführen, was dann schlussendlich zu dem ganzen Chaos geführt hat, welches heute herrscht.
Erstaunlicherweise wurde der ganze Schwindel von den älteren Guru Betrügern zugegeben ( siehe BACK TO PRABHUPADA 12, Seite 9).
Noch erstaunlicher ist die Tatsache, dass das folgende prophetische Gespräch von 1977 andeutet, wie zukünftige Guru Betrüger schon daran gedacht haben, dass einige von ihnen dazu bereit seien auf illegale Weise Gurus zu werden.

Bhavananda: Da wird es welche geben, das weiß ich. Da gibt es einige die versuchen werden sich als Gurus zu positionieren.

Tamal Krishna: Das ist schon seit Jahren bekannt. Deine Gottbrüder dachten genauso. Madhava Maharaja….

Bhavananda: Oh ja, sich bereits in Startposition zu begeben…

Srila Prabhupada: Sehr starke Führung ist erforderlich und aufmerksames Beobachten.
(Besprechung, 27.Mai 1977)


Dies war ein Freudscher Versprecher bei zwei Guru Betrügern gleichzeitig, die sich als übereifrig bewiesen um einige Monate später „bereits im Startloch zu sitzen“ –
(siehe Back To Prabhupada 12, Seite 5).

Chant Hare Krishna
Sie beziehen sich dabei auch auf die Vorgänger Organisation der ISKCON (siehe BACK TO PRABHUPADA 13, Seite 14).
In dem obigen Gespräch gibt Srila Prabhupada jedoch eine klare Antwort wie man einem betrügerischen Guru Programm entgegen wirkt: „Erfordert eine sehr starke Führungslinie und genaue Beobachtung.“ Das BACK TO PRABHUPADA Magazin wurde aus diesem Grund ins Leben gerufen um diese „genaue Beobachtung“ zu gewährleisten und durch das IRM, „eine starke Führungslinie“ einzurichten, so dass die wirkliche ISKCON - ohne Guru Betrüger - wieder aufwärts streben kann.

Srila Prabhupadas letzte unterschriebene Richtlinie für Einweihungen in der ISKCON

Srila Prabhupada spricht mit einem französischen Geistlichen über biblische Gebote.

Thursday, January 25, 2007

Definition und Anwendung von Diksa
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von Krishnakant, ISKCON REVIVAL MOVEMENT, www.iskconirm.com

Anhand von Srila Prabhupadas Definition über Diksa und Initiation, siehe unten, wird ausdrücklich bewiesen, dass Diksa ein Vorgang ist welcher die fortwährende Übermittlung von Wissen beinhaltet. Dieser Vorgang beginnt mit der Einweihung, welche an sich betrachtet, nicht als Zeremonie definiert wird, sondern als die ernsthafte Bemühung des angehenden Schülers die Anweisungen des echten spirituellen Meisters zu befolgen.

Srila Prabhupada während einer Einweihungszeremonie

Das Einweihungs-Ritual an sich, welches nach Vaishnava Brauch von einer Zeremonie begleitet wird, wird oft fälschlicherweise für das Ein und Alles der Diksa Thematik betrachtet.
Schon deshalb, dass Diksa nicht einfach diese einmal abgehaltene Zeremonie bedeutet, oder auch damit bereits erfüllt ist, kann es auch keinen Zusammenhang damit geben, dass Diksa von der physischen Anwesenheit des spirituellen Meisters abhängig ist.
Dies hätte unweigerlich zur Folge gehabt, dass für alle Schüler von Srila Prabhupada, der spirituelle Vorgang der Diksa beendet gewesen wäre, als er 1977 diese materielle Welt verließ.

"Mit anderen Worten, der spirituelle Meister erweckt das Lebewesen, so dass es Sri Vishnu verehren kann. Das ist der Zweck von Diksa oder Einweihung. Einweihung bedeutet, das reine Wissen spirituellen Bewusstseins zu empfangen."(Sri Caitanya Caritamrta, Madhya-lila, 9.61, Erläuterung, A.C. Bhaktivedanta Swami)


"Diksa bedeutet in Wirklichkeit, den Schüler mit transzendentalen Wissen zu initiieren, wodurch er von materieller Verunreinigung befreit wird.
(Sri Caitanya Caritamrta, Madhya-lila, 4.111, Erläuterung, A.C. Bhaktivedanta Swami)


"Diksa ist der Vorgang durch den man sein transzendentales Wissen erweckt und alle Reaktionen welche aufgrund sündvoller Handlungen verursacht wurden, beseitigt. Persönlichkeiten welche im Studium der offenbarten Schriften erfahren sind, bezeichnen diesen Vorgang als Diksa."
(Sri Caitanya Caritamrta, Madhya-lila, 15.108, Erläuterung, A.C. Bhaktivedanta Swami)


"Von 1922 bis 1933 war ich eigentlich nicht eingeweiht, aber ich bekam eine genaue Vorstellung über die Bedeutung der Predigtarbeit von Lord Caitanya Mahaprabhus Mission. Dies waren meine Gedanken. Und dies war die Einweihung durch meinen Guru Maharaja." (Srila Prabhupada Vorlesung, Hyderabad, 10/12/76)


"Initiation ist nur eine Formalität. Zu aller erst aber sollte man sich überlegen, ob man die Regeln und Regulierungen einhalten möchte und Krishna-bewusst werden will. Dies ist einzig und allein deine Entscheidung. Du musst selbst entscheiden, ob du das Krishna-Bewusstsein ernst nehmen willst.
Die Initiation selbst ist eine Formalität. Wenn man ernsthaft ist, ist dies aber die eigentliche Einweihung. Wenn man die Krishna Philosophie verstanden hat und wenn man beschlossen hat Krishna Bewusstsein ernst zu nehmen und diese Philosophie auch zu anderen predigen möchte, dann ist dies deine wirkliche Initiation. Meine Berührung ist lediglich Formalität. Es ist aber deine Entschlossenheit. Dies ist Initiation."
(Gespräch mit Srila Prabhupada, "Suche nach dem Göttlichen", Back to Godhead Magazin, #49)


"..Schülernachfolge bedeutet nicht, dass man immer offiziell eingeweiht sein muss. Schülernachfolge bedeutet vielmehr, die Schlussfolgerung der Schülernachfolge als richtig zu befinden."(Srila Prabhupada, Brief an Dinesh, 31/10/69)


"Das Chanten von Hare Krishna ist unsere Hauptbeschäftigung, dies ist die wirkliche Einweihung. Und da du in diesem Zusammenhang meine Richtlinien befolgst, ist der Initiator bereits da."
(Srila Prabhupada, Brief an Tamal Krishna, 19/8/68)


"Nun, Initiation oder keine Initiation, das wichtigste ist das Wissen. Initiation ist eine Formalität. Genauso wie man in die Schule geht um Wissen zu entwickeln und die Abschlussprüfung ist dann nur noch eine Art Formalität. Das ist nicht der wichtigste Teil der Schulausbildung.
(Srila Prabhupada, Chandigarh, 16/10/76)


Wenn also ein Schüler von Srila Prabhupada den Vorgang der Diksa in Srila Prabhupadas Gegenwart vervollständigt hat und den Vorgang "das reine Wissen des Krishna Bewusstseins zu empfangen", und "alle Reaktionen aufgrund sündhafter Handlung", nicht vor Srila Prabhupadas Heimkehr in die ewige Welt unterbrochen hat, geht der spiritualle Vorgang von Diksa, nach Srila Prabhupada, heute immer noch weiter. Da nun dieser Vorgang der Diksa in der Abwesenheit des spirituellen Meister fortgeführt wird, gibt es nichts Definierbares, welches andere, neue Schüler, abhalten könnte diesem selben Vorgang zu folgen.

Da die Definition von Diksa nicht erwähnt, dass der Vorgang von Diksa während Srila Prabhupadas physischer Anwesenheit begonnen werden muss und der Fortschritt spiritueller Diksa dann auch in der physischen Abwesenheit erfolgreich fortgeführt werden kann, sollte es daher keinen Grund geben, neuen Schülern Diksa von Srila Prabhupada zu verweigern.

Natürlich muss der spirituelle Meister zunächst einen angehenden Schüler als qualifiziert befinden, aber im ritvik System welches in den Richtlinien vom 9.Juli Schreiben festgelegt wurde, wird diese Begutachtung eines neuen Schülers von dem ritvik Priester in Srila Prabhupadas Auftrag durchgeführt, ohne Srila Prabhupada dabei persönlich zu konsultieren, selbst in seiner physischen Anwesenheit, da das ritvik System für über 4 Monate vor seiner physischen Abwesenheit in Kraft trat. Dies wird in dem Gespräch bestätigt welches vor dem 9.Juli stattfand, wo Srila Prabhupada den ritviks volle Handlungsfreiheit überträgt in seinem Namen ohne Rücksprache mit ihm, neue Schüler einzuweihen.

Srila Prabhupada: So, ohne auf mich zu warten, wen immer ihr für befähigt haltet, er wird eingeweiht. Dies bedeutet Diskretion, dass ich volles Vertrauen habe.
Tamal Krishna Goswami: Diskretion.
Srila Prabhupada: Ja.
Tamal Krishna Goaswami: Dies bezieht sich auf Erst- und Zweiteinweihung?
Srila Prabhupada: Ja.
(Gespräch über die Ernennung von ritviks, Vrindavana, 7.Juli 1977)


Deshalb ist Srila Prabhupada der diksa-Guru für alle Gottgeweihte in der ISKCON, vor und nach seiner physischen Abwesenheit.

Dies wird dann auch durch die Tatsache untermauert, dass Srila Prabhupada das
ritvik System in den Richtlinien vom 9.Juli festgelegt hat um
Einweihungen zu ermöglichen, welche nicht seine physische Anwesenheit
bedürfen - eine Richtlinie die speziell darauf ausgerichtet ist,
ritviks einzusetzen um Schüler in seinem Auftrag einzuweihen,
ohne bei Srila Prabhupada nochmals nachfragen zu müssen.

Wednesday, January 24, 2007

ISKCONs Lockvogel Taktik ein Ende bereiten
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Von Krishnakant, ISKCON REVIVAL MOVEMENT, iskconirm.com

Srila Prabhupada Morgenspaziergang

Manchmal wird von Devotees die Frage gestellt, warum sollte man ISKCONs fehlgeleitete Gurus fortwährend kritisieren: “Warum nicht einfach Srila Prabhupada verehren, dies wird doch sicherlich mehr Menschen positiv beeinflussen“, „einfach auf die Predigtarbeit konzentrieren, Bücher verteilen und aufhören andere zu kritisieren“, ist was oft geäußert wird.
Darauf kann man sehr einfach erwidern, dass im BACK TO PRABHUPADA Magazin fast nur Srila Prabhupada zitiert wird, in der letzten Ausgabe des BACK TO PRABHUPADA Magazins waren es mehr als vierzig Zitate von seinen Büchern, Briefen und Besprechungen.
Wir veröffentlichen auch viele positive Beiträge von Devotees auf der ganzen Welt, die eine spürbare Verbesserung in ihrem Leben erfahren haben, indem sie ihre Verbindung mit den gegenwärtigen ISKCON Ersatz Gurus beendeten und stattdessen Srila Prabhupada direkt verehrten.
Zweitens, die stärkste Kritik im BACK TO PRABHUPADA Magazin kommt für gewöhnlich von den sogenannten Gurus selbst, die sich untereinander über die entstandenen Schäden ihrer unautorisierten Übernahme streiten und zanken.
BACK TO PRABHUPADA präsentiert die Wahrheit sicherlich in einer kompromisslosen und direkten Weise, aber dies wird von Srila Prabhupada bewilligt:
„Devotees begegnen immer jedem mit äußerstem Respekt, aber wenn es zu einer Auseinandersetzung über ein Thema in der Sastra (offenbarte Schriften) kommt, halten sie sich nicht an die übliche Etiquette, satyam bruyat priyam bruyat. Sie präsentieren dann nur satyam (Wahrheit), obwohl dies nicht notwendigerweise, priyam, den Normen guten Benehmens entsprechen mag.
(Srila Prabhupada, Brief 7.August, 1976)

Drittens und dies klingt vielleicht höchst ironisch, die heutige ISKCON selbst betreibt bereits einen großen Aufwand Srila Prabhupada mit verschiedenen Publikationen, Videos, Tagebüchern und Gedenkfeiern zu glorifizieren.

Man mag sich an dieser Stelle fragen, wie kann es sein dass Menschen die danach trachten Srila Prabhupada widerrechtlich zu benutzen, in ihrem Innern verspüren ihn gleichzeitig auch mit regelmäßigem Ritualen zu glorifizieren?
Srila Prabhupada ist ohne Zweifel für die gegenwärtige ISKCON der größte Wertgegenstand. Sein umfangreicher Kanon an Wissen und sein außergewöhnliches persönliche Beispiel von Reinheit und Heiligkeit sind die hauptsächlichen Gründe welche in erster Linie die Menschen zur Bewegung führen. Srila Prabhupada schrieb alle Bücher welche die Grundlage dafür bilden, was die ISKCON in den folgenden zehntausend Jahren predigen wird. Es sind auch diese Bücher welche die gesamte Wissenschaft des Krishna-Bewusstseins erklären und die Menschen dazu inspirieren, ihr Leben Krishna zu weihen.
Davon profitierend haben die Guru Schwindler eine Karriere gemacht, sich in dem reflektierenden Ruhm von Srila Prabhupada zu baden und ihre im Wettstreit miteinander liegenden Mini-Missionen zu polstern.
Für diese Persönlichkeiten ist Srila Prabhupada die Gans die immerfort goldene Eier legt. Dies ist auch der Grund warum sie den Menschen erzählen wie großartig er ist und sie auch seine Bücher verbreiten.
Die Guru Schwindler benutzen diese Glorifizierung wie ein Ladenbesitzer der ein wertvolles Objekt in die Auslage gibt nur um Käufer anzulocken um ihnen aber dann ein wesentlich minderwertigeres Produkt zu verkaufen.
Dies nennt man Lockvogel Taktik, man lockt die Menschen mit etwas Wunderbarem herein und tauscht das dann gegen etwas Billiges und Minderwertiges und lässt sie sozusagen auf den Leim gehen.
Neulinge im Krishna Bewusstsein ermutigt man, „schau, wie wunderbar Srila Prabhupada, was für ein vollkommener spiritueller Meister“, und wenn sie dann beitreten wird das „Produkt“ ausgewechselt, „ aber du kannst ihn nur als dein direkter Guru für die ersten sechs Monate haben, dann musst du jemand anderen auswählen, einen aus der vom GBC bewilligten Guru Liste.“

Es hört sich vielleicht merkwürdig an, aber tatsächlich ist es so, dass wenn sich das BACK TO PRABHUPADA Magazin über „Ruhmpreisung“ verbreiten würde, würde dies den größten Schaden anrichten.
Wir würden einfach diesen Vorgang unterstützen, Menschen in die Falle der Guru Schwindler zu treiben.
Genau wie ein Arzt der Medizin verordnet aber nicht auf die möglichen Nebenwirkung aufmerksam macht, handelt laienhaft, und als Gottgeweihte ist es völlig verantwortungslos, Menschen von Srila Prabhupadas Bewegung zu überzeugen ohne sie darüber zu informieren was fehlerhaft gelaufen ist.
Die gegenwärtige ISKCON mag augenscheinlich Krishna Bewusstsein lehren, aber die Formel wurde geändert.
Srila Prabhupadas endgültige Festlegung wie Einweihungen vonstatten zu gehen haben wurde nicht befolgt und diese eine Abweichung verursacht jedem involvierten unvorstellbaren Schaden.
Der Sinn von BACK TO PRABHUPADA besteht somit darin:

Zu verhindern dass neue Devotees unautorisierten Ersatz anstelle von Srila Prabhupada erhalten.

Die Machenschaften derer aufzudecken, die Srila Prabhupada „glorifizieren“ um dadurch ihre eigenen kleinen Königreiche auszuweiten.

Devotees zu ermutigen zur erfolgreichen Formel zurückzukehren wie ursprünglich von Srila Prabhupada in seiner institutionellen Richtlinie vom 9. Juli 1977 angeordnet.

Ich freue mich über über jedes Schreiben falls es irgendwelche Fragen, Kritiken oder Kommentare gibt: irm@iskconirm.com.
Krishnakant, Editor, Back to Prabhupada

Sunday, October 08, 2006

Mythen entschlüsselt: Der „Tradition“ Mythos
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von Krishnakant, editor BACK TO PRABHUPADA http://www.iskconirm.com

Prabhupada1) Mythos: „Es kann nicht sein dass Srila Prabhupada beabsichtigte ein fortdauerndes und repräsentierendes System der Vaishnava Einweihung einzurichten bei dem er weiterhin der Diksa Guru für ISKCON sein würde, was völlig im Widerspruch zur Tradition stände.“

Entschlüsselt:

Srila Prabhupada hat mit größter Gewissheit ein fortdauerndes Ritvik System eingerichtet, obwohl der GBC dem nicht zustimmen mag und es gibt weiterhin keinerlei Beweise, dass er jemals anordnete dieses selbige System zu beenden.

Srila Prabhupada hat niemals gelehrt, dass ein Schüler die Ausführung einer seiner Anordnungen mit der Begründung einstellen könne, dass diese Anordnung nicht der „Tradition“ entspräche.

Aus der Sicht des spirituellen Meisters, ist die „Tradition“ an die wir uns zu halten haben, ihn als Krishnas Repräsentanten anzuerkennen und daraufhin das zu tun was er uns aufträgt.

„Gemäß der Vaishnava Tradition gelangen wir zur Wahrheit durch den Guru, welcher als der Repräsentant der absoluten Wahrheit, der Höchsten Persönlichkeit Gottes angesehen wird.“
(Quest of Enlightment, Kapitel 6)

“Schüler zu sein bedeutet dass es keine Streiterei gibt. Was immer der Guru sagt sollte angenommen werden. Das bedeutet Schüler. Dies ist endgültig. Es gibt keine Argumentationen.”
(Srila Prabhupada, Konversation, 28. Juni 1976)

Der Definition gemäß sind derartige Anweisungen immer in Einklang mit den Unterweisungen der Schriften (Sastra), obwohl nicht notwendigerweise auf „traditionelle Weise“, wie selbige Unterweisungen einst in der Vergangenheit erläutert oder praktiziert wurden.

Das Ritvik System ist daher durchaus als traditionell zu betrachten da uns dasselbige von Srila Prabhupada aufgetragen wurde.

Kontrahenten des Ritvik Systems müssten zumindest einmal aufzeigen können, welche Unterweisungen der Sastra durch das Ritvik System verletzt werden und nicht einfach immer wieder das gleiche Wort „traditionell“ nachplappern um vorzutäuschen, es handle sich hierbei um ein gewichtiges Argument.

2) Mythos: „Aber solch ein Ritvik System wurde zuvor noch nie angewandt.“

Entschlüsselt:

Jeder der diese Aussage tätigt versucht zu täuschen, da es unmöglich erforscht werden kann, was jeder einzelne Acarya in jedem vorangegangenen Zeitalter genau getan hat.
Aber selbst wenn alle Fakten zugänglich, wäre dies dennoch irrelevant, da Srila Prabhupada nirgends festhielt, dass ein Acarya nicht einzelne Formalitäten und Details, gemäß Ort, Zeit und Umstände ändern kann. Tatsächlich lehrte er das genaue Gegenteil mit besonderen Hinweis auf die Initiation:

„Srimad Viraraghava Acarya, ein Acarya in der Nachfolge der Ramanuja-Sampradaya hat in seinem Kommentar geäußert, dass Candalas (Menschen mit niedriger Geburt) oder auch bedingte Seelen die in noch niedrigeren Familien als Sudra geboren wurden, gemäß der Umstände auch eingeweiht werden können. Die Formalitäten um sie zu Vaishnavas zu machen mögen hier und da leicht abgeändert werden.“ (Srimad Bhagavatam, 4.8.54 Erläuterung)
Der Einsatz von Priestern um Einweihungen in das Vaishnavatum in der physischen Abwesenheit eines Guru durchzuführen, ist sicherlich nichts anderes als eine Anpassung der „Formalität.“
Die Beweislast hierbei liegt bei denen, die darauf bestehen es handle sich um eine Änderung des Prinzips und auch wo genau Srila Prabhupada dies geschrieben haben soll.

Auf fast ähnliche Weise zeigen folgende Zitate dass jeder Acarya verschiedene spezifische Methoden anwenden kann um Menschen zum Krishna Bewusstsein zu bringen, es kann daher keine starren Regeln geben denen jeder Acarya folgen muss:

„Jeder Acarya bedient sich spezifischer Mittel seine spirituelle Bewegung zu verbreiten und die Menschen zum Krishna Bewusstsein zu bringen.
Die Vorgehensweise eines Acarya mag daher von der Vorgehensweise eines anderen Acarya variieren – aber das schlussendliche Ziel wird dabei niemals außer acht gelassen.“
(Sri Caitanya Caritamrita Adi-lila, 7.37 Erläuterung)


3) Mythos: “Wir folgen historischer Präzedens und weil wir keine Beweise finden welche belegen, dass Ritvik Einweihungen stattfanden, können wir dies auch nicht tun.”

Entschlüsselt:

Praktisch jeder weiß, dass Srila Prabhupada ein anzuwendendes Ritvik System eingerichtet hat, dennoch war dieses System soviel wir wissen geschichtlich völlig einzigartig.
Nach dieser Logik zu schließen, hätte dieses System niemals eingerichtet werden dürfen, da es in der Vergangenheit des Vaishnavatum nie erwähnt wurde; dennoch akzeptiert der GBC, dass Srila Prabhupada es eingerichtet hat.
Es gibt keinen historischen Präzedenzfall wo ein Schüler die Anweisung seines Guru rein auf der Grundlage zurückwies, die Anweisung sei kein historischer Präzedenzfall, daher widerspricht sich dieses Argument von selbst.

4) Mythos: „Der Acarya richtet sich in jeder Hinsicht immer an die vergangene Tradition und weicht davon niemals ab.“

Entschlüsselt:

Srila Prabhupada hat ein solches Axiom (unverrückbarer Grundsatz) niemals in seinen Büchern gelehrt, noch hat er sich selbst an solch eine Lehre gehalten, im Gegenteil, er tat viele Dinge die nicht traditionell waren ( wie das weitergeben des Gayatri Mantra über eine Magnetband-Aufzeichnung, ein Ritvik System einrichten, etc.).

Um überhaupt dieses „Tradition“ Argument vernünftig abzuhandeln bedarf es zunächst einer vergleichenden Studie was genau für ein Einweihungssystem alle anderen vorangegangenen Welt Acaryas, welche direkt nach dem Goldenen Avatar (Lord Caitanya) in vorangegangenen Kali-yugas ( eine der vedischen Epochen ) während des kurzen mini goldenen Zeitalters erschienenen sind - kurz vor ihrem Verscheiden - für ihre Missionen einrichteten.
Jedoch haben wir noch nicht einmal soviel Information um solch eine Studie überhaupt beginnen zu können.

„Nein. Tradition, Religion, dies ist alles materiell. Dies sind auch einfach nur Bezeichnungen.“ (Srila Prabhupada, Besprechung, 13. März, 1975)

„Unsere einzige Tradition ist Vishnu zu erfreuen. Tradition ist zeitweilig. Du lebst deine Tradition, er lebt seine Tradition. Dies ist etwas anderes. Aber die Tatsache bleibt eine Tatsache. Das hängt nicht von Tradition ab. Tradition können wir hinzufügen. „Wir glauben.“
Genauso wie wenn jemand sagt, „Wir glauben.“ Was ist der Nutzen einer solchen Aussage. „Wir glauben“? Du magst an etwas glauben das keine Tatsache ist.“
(Srila Prabhupada, Besprechung, 13. Februar 1975)

Tuesday, September 19, 2006

GBC verteidigt Halbgott Verehrung
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von Krishnakant, IRM - ISKCON REVIVAL MOVEMENT - www.iskconirm.com



Im BACK TO PRABHUPADA Nr.10 haben wir über den neuen Tempel in San Diego/Kalifornien berichtet, welcher von dem ISKCON GBC Mitglied Badrinarayan Das so geplant wurde um in erster Linie die reiche amerikanische Hindu-Gesellschaft anzusprechen und wir haben ferner auch hervorgehoben, dass die Tempel-Schreine für Halbgötter wie Lord Shiva und Lord Ganesha der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Diese Art der Halbgottverehrung durch ISKCON Devotees wurde jedoch von Srila Prabhupada niemals genehmigt.

„Wie du weißt haben wir sogar den Hindu Gästen verwehrt in unseren Tempel Halbgott Verehrung zu zelebrieren […] Und tatsächlich ist es so, dass wir niemandem erlauben können irgendeine Darbietung in unseren Tempel abzuhalten, außer wenn dies den Vaishnava Prinzipien entspräche.“ (Srila Prabhupada, Brief, 1968)

"Doch diejenigen, die sich wirklich in der Erscheinungsweise der Reinheit
(sattva-guna) der materiellen Natur befinden, verehren nur die Vishnu-tattvas.
Die Vishnu-tattvas haben verschiedene Namen und Formen wie Narayana, Damodara, Vamana, Govinda und Adhoksaja. Die qualifizierten Brahmanas verehren die Vishnu-tattvas in der Form des Salagrama–sila, und so verehren im allgemeinen auch die Angehörigen der höheren Kasten, wie die Ksatriyas und Vaisyas, die Vishnu-tattvas. […] Aus diesem Grunde nur lehnen diejenigen, die nach Befreiung streben, bewusst die Verehrung der Halbgötter ab, obwohl sie sich gegenüber keinem von diesen respektlos verhalten.”
(Srimad-Bhagavatam, 1.2.26, Erläuterung)

„So, ich denke dass der Murti den Du bekommen hast kein Vishnu Murti ist, aber es schaut sehr danach aus, dass dies ein Murti von Lord Shiva ist. Egal, dieser Murti kann von uns nicht verehrt werden. In unserem Tempel verehren wir immer nur Radha-Krishna oder Lord Jagannatha.“ (Srila Prabhupada, Brief, 15. Januar 1969)

Dennoch sehen wir, dass das Budget für die beiden Schreine von Lord Shiva und Lord Ganesha im San Diego „Temple Plaza“, 469,000 US Dollars beträgt – also fast eine halbe Million Dollar!
Um den Schritt zur Halbgottverehrung zu rechtfertigen hat Badrinarayan folgende Gründe bekannt gegeben:

1) Habt ihr gewusst, dass Srila Bhaktisiddhanta Maharaja einen kleinen Tempel für ein Shiva Linga am Yoga Pith, dem Geburtsort von Lord Chaitanya, hat erbauen lassen? Lord Shiva gilt als der Beschützer des Dham und der Tempelanlage. Rupa Goswami und Sanatana Goswami ließen Murtis von Ganesha über jedem Eingang ihrer Tempel (Govindaji und Madan-Mohan) aus Stein meißeln.“(Badrinarayan Das, 10.März 2006)


2)“Der Tempel ist dazu gedacht als Lernerfahrung zu dienen. Eines der größten Missverständnisse in den Köpfen von vielen - sowohl Abendländer als auch Indern ist, die Veden würden lehren, dass es viele Götter gäbe und nicht einen einzigen Gott. (Badrinarayan Das, 10. März 2006)


3) Sowohl in der Gestaltung des Tempels als auch in den Broschüren welche alle Gäste erhalten, wird verständlich gemacht, dass die Devas (Halbgötter) und Lord Shiva, Diener/Devotees des einen Höchsten Herrn sind. Die Schreine für Ganesha und Lord Shiva werden sich zudem auf einer tieferliegenden Räumlichkeit wie der Haupttempel befinden. […] Die räumliche Gestaltung und die tatsächliche Erfahrung werden einem wirkungsvollen Predigen dienen, oder wie soll ich mich ausdrücken, alles wird auf sehr geschmackvolle aber dennoch solide Weise präsentiert werden. (Badrinarayan Das, 10.März 2006)

Indem wir uns seine „Rechtfertigungen“ ansehen, laden wir unsere Leser ein folgende Punkte zu berücksichtigen:
1) Was auch immer vorangegangene Acaryas wie Srila Bhaktisiddhanta Maharaja, Srila Rupa Goswami, Srila Sanatana Goswami getan oder nicht getan haben mögen - unsere bindende Ausgangsposition ist es den Unterweisungen unseres Acaryas, Srila Prabhupada, zu folgen.
Als ein Mitglied des GBC sollte sich Badrinarayan dessen eigentlich bewusst sein, dass es sein GBC Aufsichtsrat ist welcher dies als ein grundlegendes Prinzip verordnet hat:


Wir müssen vorangegangene Acaryas durch Prabhupada sehen. Wir können nicht Prabhupada überspringen und dann auf ihn mit der Sichtweise vorangegangener Acaryas zurückblicken.“
(Our Original Position, GBC Press, Seite 163)

Und Srila Prabhupadas Erklärungen in Bezug auf Halbgott Verehrung wie oben zitiert, sind eindeutig.
Zusätzlich sind Bildgestalten von Lord Shiva und Ganesha als Schutzsymbole für einen Tempel aufzustellen etwas völlig anderes wie wenn man ihnen einen eigenen Tempel widmet, welcher schlichtweg aus dem einzigen Grund gebaut wurde um sie richtig zu verehren.

2) Badrinarayan äußert zudem, dass es eines der größten Missverständnisse sei, die Veden würden zu dem Schluss kommen, es gäbe viele Götter und nicht einen einzigen Gott. Und um diesen Aberglaube zu zerstreuen errichtet er viele Tempel für viele Götter in einem einzigen Tempelkomplex!

3) Drittens, sei nach Badrinarayan jeder aufgrund der Gestaltung und Architektur des Tempels in der Lage herauszufinden, dass Sri Krishna die Höchste Persönlichkeit Gottes ist.
Wenn dies so einfach ist fragt man sich doch, warum hat dann Srila Prabhupada über 100 Tempel eröffnet welche nur allein Krishna gewidmet sind und nicht einen einzigen für irgendeinen Halbgott?
Schließlich versichert Badrinarayan dass sein neuer Tempel „ein ISKCON Tempel“ sei.
So gemäß seiner Auffassung ist ein ISKCON Tempel:


a) ein Tempel der nicht unter dem Namen ISKCON registriert wurde.
b) ein Tempel bei dem keiner der Aufsichtsräte außer Badrinarayan reguläre ISKCON Devotees sind.
c) ein Tempel, welcher Tempel von den Halbgöttern Lord Shiva und Lord Ganesha beinhaltet.

Und dennoch, wenn man einen Tempel im Namen von ISKCON eröffnet welcher keine Halbgott Verehrung beinhaltet, wo nur Srila Prabhupada der spirituelle Meister ist und der auch nur von Schülern von Srila Prabhupada erhalten wird, dann ist dies kein ISKCON Tempel. Vielmehr ist dann solch ein IRM Tempel ketzerisch und eine Beleidigung. Stell dir vor!

Wie im Srimad Bhagavatam, 1.16.22, erläutert wird:

„Deshalb wurde durch den Einfluss des Kali-Zeitalters im politischen,
gesellschaftlichen und religiösen Bereich alles auf den Kopf gestellt und für den geistig gesunden Menschen ist all dies sehr bedauerlich.“
(Hervorhebung hinzugefügt)

Und hier haben wir noch ein weiteres Beispiel wie diese „auf dem Kopf stehende“ Situation ISKCON infiziert hat.
Tatsächlich ist Badrinarayan keineswegs zögerlich mit Inquisitor-mäßigem Eifer alles zu bestrafen was auch nur daran DENKT, dass Srila Prabhupada ein Ritvik System eingerichtet haben könnte worin er der einzige einweihende spirituelle Meister der ISKCON sei, wie uns folgender Brief geschrieben von Badrinarayan offenbart:


„Deine Behauptungen Srila Prabhupada habe solch ein System eingerichtet, sind
einer der Hauptpfeiler der Ritvik Theorie… Bis zum heutigen Tage hast du deiner
ketzerische Sichtweise nicht abgeschworen.
Vielmehr ist es so, dass wenn immer dieses Thema zur Sprache kommt, du felsenfest bei deiner Überzeugung verharrst….Ob du nun zustimmst oder nicht, gemäß der ISKCON Sichtweise befindest du dich in einem erkrankten spirituellen Zustand.“
(Brief von Badrinarayan Das, 15. Juni 2001)

Die Welt gemäß von GBC Mitglied Badrinarayan:
Die ausschließliche Verehrung von Srila Prabhupada ist „ketzerisch“ und „spirituell erkrankt“, während Halbgottverehrung „starkes Predigen“ ist.

Friday, August 18, 2006

"Was ihr vorschlagt hört sich aber verdächtig nach Christentum an!"
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ISKCON REVIVAL MOVEMENT http://www.iskconirm.com/


Srila Prabhupada

1. Wir schlagen nicht das ritvik-System vor, es ist Srila Prabhupada - in der letzten Anweisung. Selbst wenn es wie Christentum erscheinen mag, haben wir dennoch zu folgen, da es die Anweisung des Gurus ist.

2. Srila Prabhupada billigte deutlich die Vorstellung der Christen, weiterhin dem verstorbenen Jesus Christus als ihrem Guru zu folgen. Er lehrte, dass jeder, der den Lehren Christus folgte, ein Schüler war und die Ebene der Befreiung erreichen würde, die von Jesus Christus präsentiert wurde:

Madhudvisa: Gibt es irgendeinen Weg für einen Christen, ohne die Hilfe eines spirituellen Meisters, den spirituellen Himmel durch den Glauben an die Worte Jesus und seinen Lehren zu erreichen?
Srila Prabhupada: Wenn du die Bibel liest, folgst du dem spirituellen Meister. Wie kannst du sagen ohne spirituellen Meister? Sobald du die Bibel liest, bedeutet dies, du folgst der Anweisung von Jesus Christus, das bedeutet, du folgst dem spirituellen Meister.
Wo ist entsteht hier die Situation ohne spirituellen Meister zu handeln?
Madhudvisa: Ich bezog mich auf einen lebenden spirituellen Meister.
Srila Prabhupada: Spiritueller Meister ist nicht eine Frage von ... Spiritueller Meister ist ewig.
So ist deine Frage 'ohne spirituellen Meister'?
Ohne spirituellen Meister kannst du keinen Fortschritt in deinem Lebens machen.
Du magst diesen spirituellen Meister akzeptieren oder jenen spirituellen Meister. Das ist ein anderes Thema.
Du erhältst Wissen das befolgt werden sollte.
Wie du sagst 'durch das Lesen der Bibel', wenn du die Bibel liest, bedeutet das, du folgst dem spirituellen Meister, der von einem Priester oder einem Geistlichen in der Nachfolge Jesus Christus repräsentiert wird.
(SP Morgenspaziergang, 2/10/68, Seattle)

"Bezüglich dem Ziel der Geweihten von Jesus Christus, sie können in den Himmel gelangen, das ist alles.
Das ist ein Planet in der materiellen Welt. Ein Geweihter von Jesus Christus ist jemand, der strikt den zehn Geboten folgt. [...]
Deswegen ist die Schlußfolgerung, daß die Geweihten von Jesus Christus auf die himmlischen Planeten, die sich in dieser materiellen Welt befinden, befördert werden." (SP Brief an Bhagavan, 2/3/70)

"Jemand, der sich tatsächlich von Jesus Christus leiten läßt, wird zweifellos
Befreiung erlangen."
(Vollkommene Fragen, Vollkommene Antworten, Kapitel 9, S 110)

"... Oder die Christen folgen Christus, einer großen Persönlichkeit. Mahajano yena gatah sa panthah. Du folgst einem mahajana, einer großen Persönlichkeit [...] Du folgst einem acarya, wie die Christen, sie folgen Christus, acarya. Die Mohammedaner, sie folgen acarya, Mohammed. Das ist gut. Du mußt einem acarya folgen [...] evam parampara-praptam." (SP Konversation, 20/5/75, Melbourne)

3. Dieser Einwand 'Christen' zu sein ist ironisch, da das gegenwärtige Guru-System in ISKCON selbst bestimmte christliche Prozeduren adoptiert hat:

_ Die Theologie des GBC, Gurus zu wählen, ist dem System des Kollegiums der
Kardinäle, die in der katholischen Kirche Päpste wählen, ähnlich.

"Abstimmungsvorgänge [...] für Guru-Kandidaten [...] die von den
abstimmenden Mitgliedern festgelegt werden [...] stimmen für Guru-Ernennung ab [...] durch eine zwei Drittel Mehrheit der GBC [...] alle GBCs sind Kandidaten für die Ernennung als Guru."
(GBC Resolutions)

4. Ähnlich nennt sich der GBC selbst "die höchste kirchliche führende Körperschaft der ISKCON" (Back To Godhead 1990-1991): wiederum 'christliche' Terminologie.
Diese bestimmten 'christlichen' Praktiken wurden niemals von Jesus gelehrt, und wurden von Srila Prabhupada verurteilt:
"Weltliche Stimmen sind nicht dazu berechtigt, einen Vaisnava-acarya zu wählen. Ein Vaisnava-acarya ist selbstleuchtend; deshalb besteht zu seiner Ernennung keine Notwendigkeit ein Gerichtsurteil heranzuziehen." (CC Madhya, 1.220, Erläuterung)
"Srila Jiva Gosvami rät, keinen spirituellen Meister anzunehmen, der seine Berechtigung aus erblichen oder herkömmlichen gesellschaftlichen und kirchlichen Konventionen herleitet." (CC Adi, 1.35, Erläuterung)

6. "Die ritviks geben eine Art diksa. Srila Prabhupada ist nur unser siksa Guru."

1. Die Funktion des ritvik-Priesters unterscheidet sich von jener des diksa Gurus. Seine einzige Aufgabe besteht darin, dem diksa Guru bei der Einweihung von Schülern zu helfen, und diese Schüler nicht als die seinigen zu initiieren.
2. Der ritvik-Priester beaufsichtigt nur die Einweihungsprozedur, gibt einen spirituellen Namen, aber führt nicht einmal notwendigerweise das Feuer-yajna aus. Dies wurde normalerweise vom Tempelpräsidenten gemacht - und er ist sicherlich nicht der diksa Guru.
3. Warum nicht Srila Prabhupada das zu erlauben, was er sein will? Er ist sicherlich unser siksa Guru, doch wie er deutlich am 9. Juli zu verstehen gab, sollte er auch unser diksa Guru sein.
4. Da Srila Prabhupada unser vorherrschender siksa Guru ist, ist er sowieso unser de facto diksa Guru, da:
_ Er das divya jnana oder transzendentales Wissen gibt - Definition von diksa.
_ Er die bhakti lata bija pflanzt - Definition von diksa.
Gottgeweihte können auch bei den obigen zwei Aktivitäten helfen (durch Predigen, Buchverteilung usw.), doch sie sind vartma-pradasaka Gurus, nicht diksa Gurus.
5. Der vorherrschende siksa Guru wird normalerweise auch zum diksa Guru:
"Srila Prabhupada ist der Gründer-siksa-Guru für alle ISKCON Devotees [...]
Srila Prabhupadas Anweisungen sind die wesentlichen Lehren für jeden ISKCON Devotee."
GBC Resolutions, Nr. 35, 1994)

"Im allgemeinen wird ein spiritueller Meister, der einen Schüler ständig in der spirituellen Wissenschaft unterweist, später auch sein einweihender spiritueller Meister."
(CC Adi, 1.35, Erläuterung)

"Es ist die Pflicht des siksa-guru oder diksa-guru, den Schüler richtig zu unterweisen, und es hängt von dem Schüler ab, den Vorgang zu befolgen. Den Anweisungen der sastras gemäß gibt es keinen Unterschied zwischen dem siksa-guru und dem diksa-guru, und im allgemeinen wird der siksa-guru später der diksa-guru."
SB, 4.12.32, Erläuterung)

7. "Wenn diksa und siksa dasselbe ist, warum solch einen Wirbel darum machen, daß Srila Prabhupada der diksa Guru ist?"

Die Verwirrung zwischen diksa und siksa Gurus entsteht, weil ihre Titel mit ihren Funktionen durcheinandergebracht werden. So wird manchmal angenommen, dass nur der siksa Guru siksa erteilen kann, nicht aber der diksa Guru. Der diksa Guru schult auch. Dies sollte offensichtlich sein, wie will er sonst divya jnana vermitteln?
Pradyumna: Guru-padasrayah. "Zuerst muß man Schutz bei den Lotosfüßen eines spirituellen Meisters suchen." Tasmat Krsna-diksadi-siksanam. Tasmat, "von ihm", Krsna-diksadi-siksanam, "man sollte Krsna-diksa, Einweihung, annehmen, und siksa."
Srila Prabhupada: Diksa bedeutet divya-jnanam ksapayati iti diksa. Was divya-jana, transzendentales Wissen erklärt, das ist diksa. Di, divya, diksanam. Diksa. So divya-jnana, transzendentales Wissen... Wenn du keinen spirituellen Meister akzeptierst, wie wirst du transzendental... Du wirst hier und dort belehrt und verschwendest aber nur deine Zeit.
Verschwendest Zeit für den Lehrer und verschwendest deine wertvolle Zeit. Deshalb solltest du von einem erfahrenen spirituellen Meister ausgebildet werden. Lies.
Pradyumna: Krsna-diksadi-siksanam.
Srila Prabhupada: Siksanam. Wir müssen lernen. Wenn man nicht lernt, wie wird man Fortschritt machen? Dann? (SP Konversation, 27/1/77, Bhubaneswar)

Dass die transzendentale siksa die Essenz von diksa ist, wird durch den sehr bekannten Vers über die Guru-Schüler-Beziehung (Bg. 4.34) offensichtlich. In diesem Vers ist das Wort 'upadeksyanti' in der Wort für Wort Übersetzung mit der Bedeutung 'einweihen' übersetzt [Anm.: dt. Übersetzung
1983 "zuteil werden lassen", engl. Original 1982 "initiate"]. Der Vers besagt, dass diese Einweihung vom Guru erfordert, 'Wissen zu offenbaren', und dass dies durch 'Nachfragen' des Schülers unterstützt wird. Daraus ergibt sich, dass die Verfechter von 'Prabhupada ist siksa nicht diksa', in einer selbstfabrizierten logischen Falle gefangen sind. Wenn Srila Prabhupada fähig ist 'Wissen zu offenbaren' wenn er nicht auf dem Planeten ist - dann muss er gemäß der Definition divya jnana vermitteln - transzendentales Wissen. Wenn Srila Prabhupada ein siksa Guru ohne die Notwendigkeit einer physisch anwesenden Wechselwirkung sein kann, warum dann nicht auch diksa? Es ist absurd zu argumentieren, dass Srila Prabhupada siksa vermitteln kann, wenn er nicht auf dem Planeten ist, wenn er aber als siksa Guru handelt, aber nicht siksa vermitteln kann, wenn wir seinen Titel ändern. Gerade die Tatsache, daß er ein siksa Guru sein kann, während er nicht auf dem Planeten ist, ist selbst ein Beweis, dass er zugleich auch diksa geben kann.
Einige Individuen machten den nächsten Schritt: sie argumentierten, dass Srila Prabhupada nicht einmal transzendentale siksa ohne einen physischen Körper geben kann. Wenn dies der Fall wäre, dann kann man sich nur wundern, weshalb Srila Prabhupada die Anstrengung unternahm, so viele Bücher zu schreiben und einen Verlag zu gründen, mit dem einzigen Zweck, diese Bücher für die nächsten zehntausend Jahre zu propagieren? Wenn es nicht mehr länger möglich ist, transzendentale Anweisungen aus Srila Prabhupadas Büchern zu erhalten, warum verteilen wir diese Bücher dann, und warum geben sich Leute immer noch rein aufgrund der Kraft dieser Bücher Krishna hin?

8. "Sagst du, dass Srila Prabhupada keine reine Gottgeweihte schuf?"

Nein. Alles was wir sagen, ist, dass Srila Prabhupada das ritvik-System einrichtete, um zu ermöglichen weiterhin einzuweihen. Ob nun Srila Prabhupada reine Gottgeweihte schuf oder nicht, ist für seine deutliche und unmissverständliche letzte Anweisung belanglos. Als Schüler ist es unsere Pflicht einfach den Anweisungen des Gurus zu folgen. Es ist unpassend, die Anweisung des Gurus aufzugeben und stattdessen zu spekulieren, wie viele reine Gottgeweihte es heute oder in Zukunft gibt oder geben wird.
Selbst wenn wir die schlimmste Möglichkeit annehmen, dass es gegenwärtig tatsächlich keine reine Gottgeweihten gibt, sollte man die Situation nach dem Verscheiden von Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati betrachten. Nach fast 40 Jahren gab Srila Prabhupada zu verstehen, dass es nur einen von der Gaudiya Math kommenden autorisierten einweihenden acarya gab:
"Tatsächlich ist unter meinen Gottbrüdern niemand qualifiziert acarya* zu werden. [...] anstatt unsere Studenten und Schüler zu inspirieren, mögen sie diese vielmehr manchmal verunreinigen. [...] sie sind sehr kompetent, um unserem natürlichen Fortschritt zu schaden."
(SP Brief an Rupanuga, 28/4/74)
(* Srila Prabhupada verwendete die Wörter 'acarya' und 'Guru' auswechselbar)
"Ich werde einige Gurus ausbilden. Ich werde sagen, wer Guru ist, 'Nun wirst du acarya.'
[...] Du kannst betrügen, aber es wird nicht wirksam sein. Schau einfach unsere Gaudiya Matha an. Jeder wollte Guru sein. Ein kleiner Tempel und 'Guru'. Was für eine Art Guru?"
(SP Morgenspaziergang, 22/4/77)
Dies könnte als eine ablehnende Anklage von Srila Bhaktisiddhantas Predigtarbeit betrachtet werden. Wie auch immer, es würde extrem unklug sein zu argumentieren, dass Srila Bhaktisiddhanta ein 'Misserfolg' war. Von Srila Bhaktisiddhanta ist bekannt, dass er gesagt hat, wenn seine Mission nur einen einzigen reinen Gottgeweihten erzeugt, er sie dennoch als Erfolg betrachten würde.
In jedem Fall schließt die Implementierung eines ritvik-Systems nicht a priori die mögliche Existenz reiner Gottgeweihter aus. Es gibt verschiedene Szenarios, die leicht ritviks und reine Gottgeweihte in Einklang bringen:
_ Srila Prabhupada mag viele reine Gottgeweihte geschaffen haben, die nicht den Wunsch haben, diksa Gurus zu werden. Es gibt keinen Beweis um daraus schließen zu können, dass die am meisten fortgeschrittenen Gottgeweihten in ISKCON notwendigerweise genau jene Individuen sind, die sich selbst jedes Jahr zur Wahl vorschlagen. Diese reinen Gottgeweihten mögen einfach wünschen, Srila Prabhupadas Mission demütig zu helfen.
Es wird nirgendwo behauptet, dass es für einen reinen Gottgeweihten zwingend ist, ein diksa Guru zu werden. Solche Personen würden damit zufrieden sein, im ritvik-System zu arbeiten, wenn dies die Anweisung ihres Gurus ist.
_ Srila Prabhupada mag sich eine große Anzahl von anweisenden Gurus gewünscht haben, aber nicht notwendigerweise noch mehr einweihende Gurus. Dies würde mit der vorher zitierten an jeden gerichtete Anweisung, ein siksa Guru zu werden, in Einklang stehen, und auch mit Srila Prabhupadas Warnung, nicht Schüler anzunehmen. Es würde auch mit der Tatsache übereinstimmen, daß Srila Prabhupada schon ohne fremde Hilfe den Erfolg seiner Mission geltend machte:
Gast: Planen sie einen Nachfolger [Anm.: sucessor] zu wählen?
Srila Prabhupada: Es ist schon erfolgreich. [Anm.: successful, ein Wortspiel]
Gast: Ich meine, da muss doch jemand sein, um die Sache zu handhaben.
Srila Prabhupada: Ja. Das bauen wir auf. Wir schaffen diese Gottgeweihten, die das handhaben werden.
Hanuman: Eine Sache fragt dieser Gentleman, er möchte wissen, ob dein Nachfolger genannt oder wird.
Srila Prabhupada: Mein Erfolg ist immer da. (SP Konversation, 12/2/75, Mexiko)
"Nach 80 Jahren kann niemand erwarten, lange zu leben. Mein Leben ist fast
beendet. Ihr müsst weitermachen, und diese Bücher werden alles bewirken." (SP
Konversation, 18/2/76)
"So, es gibt nicht neues zu sagen. Was auch immer ich sagen wollte, habe ich in
meinen Büchern gesagt. Nun versucht es zu verstehen und setzt eure Bemühungen fort. Ob ich nun gegenwärtig bin oder nicht gegenwärtig, macht keinen Unterschied." (SP Ankunftskonversation, 17/5/77, Vrindavan)
Reporter: Was wird mit der Bewegung in den Vereinigten Staaten geschehen, wenn sie sterben?
Srila Prabhupada: Ich werde niemals sterben.
Devotes: Jaya! Haribol! (lachen)
Srila Prabhupada: Ich werde aus meinen Büchern leben, und ihr werdet es nutzen.
(SP Pressekonferenz, 16/7/75, San Francisco)
Reporter: Bilden Sie einen Nachfolger aus?
Srila Prabhupada: Ja, mein Guru Maharaja ist da. (SP Pressekonferenz, 16/7/75, San Francisco)
"Nur Sri Caitanya kann meinen Platz einnehmen. Er wird sich um die Bewegung
kümmern." (SP Konversation, 2/11/77)
Interviewer: Was geschieht, wenn die unvermeidliche Zeit kommt, wo ein Nachfolger benötigt wird?
Ramesvara: Er fragt nach der Zukunft, wer wird die Bewegung in der Zukunft leiten?
Srila Prabhupada: Sie werden leiten, ich bilde sie aus.
Interviewer: Wird es trotzdem einen spirituellen Führer geben?
Srila Prabhupada: Nein. Ich bilde den GBC aus, 18 GBCs auf der ganzen Welt. (SP Interview, 10/6/76, Los Angeles)
Reporter: Erwarten sie, eine Person als ihren Nachfolger zu ernennen oder haben sie die Wahl schon getroffen?
Srila Prabhupada: Darüber denke ich jetzt nicht nach. Aber es gibt keine Notwendigkeit für eine gewisse Person. (SP Interview, 4/6/76, Los Angeles)
Interviewer: Ich fragte mich, ob er einen Nachfolger hat um ... Haben sie einen Nachfolger, um ihren Platz einzunehmen, wenn sie sterben?
Srila Prabhupada: Das steht noch nicht fest. Das steht noch nicht fest.
Interviewer: So, was ist im Gange? Werden die Hare Krsnas...
Srila Prabhupada: Wir haben Sekretäre bekommen. Sie werden verwalten. (SPInterview, 14/7/76, New York)
Die Tatsache, daß Srila Prabhupada seine Schüler nicht autorisierte, als diksa Guru zu handeln, bedeutet nicht notwendigerweise, dass keiner von ihnen ein reiner Gottgeweihter war. Es könnte einfach sein, dass es in Krishnas Plan nicht notwendig für sie war, eine solche Rolle anzunehmen. Trotzdem haben die Nachfolger von Srila Prabhupada eine wichtige Rolle zu spielen, genau so als er auf dem Planeten physisch gegenwärtig war. Dies bedeutet, als seine Assistenten zu handeln, nicht als Nachfolge-acaryas:
"Die GBCs sollten alle die anweisenden Gurus sein. Ich bin der einweihende Guru, und ihr sollt die anweisenden Gurus sein, indem ihr lehrt, was ich lehre und macht, was ich mache." (SP Brief an Madhudvisa, 4/8/75)
"Manchmal ist ein diksa Guru nicht immer gegenwärtig. Deswegen kann man Lehren und Anweisungen von einem fortgeschrittenen Gottgeweihten annehmen. Das wird siksa Guru genannt." (SP BG. Vortrag, 4/7/74, Honolulu)
So ist die Frage nicht, ob Srila Prabhupada einige reine Gottgeweihte schuf, sondern die Tatsache, dass er das ritvik-System ins Leben rief. Obwohl der diksa Guru heute nicht physisch gegenwärtig ist, bedeutet dies nicht, dass Srila Prabhupada nicht der diksa Guru ist. In seiner Abwesenheit wird von uns erwartet, Anweisungen von einem echten siksa Guru anzunehmen, von denen es schließlich Millionen geben mag.

9. "Solange ein Guru streng folgt, spielt es keine Rolle, wie fortgeschritten er ist, er wird schließlich qualifiziert werden und seine Schüler zurück zu Gott bringen."

Wie zuvor besprochen, muss man, um als diksa Guru zu handeln, zuerst die höchste Ebene des hingebungsvollen Dienstes, nämlich maha-bhagavata, erlangen, und dann vom vorhergehenden acarya autorisiert werden um einweihen zu können. Die obige "ungedeckter-Scheck-Guru-Philosophie" ist eine beleidigende Spekulation, wie das folgende Zitat veranschaulicht:
"Obwohl Prthu Maharaja tatsächlich eine Inkarnation der Höchsten Persönlichkeit Gottes war, lehnte er die ihm dargebrachten Lobeshymnen ab, weil die Eigenschaften der Höchsten Person noch nicht in ihm sichtbar waren. Er wollte betonen, dass jemand, der diese Eigenschaften nicht tatsächlich besitzt, nicht versuchen sollte, seine Anhänger und Geweihten dazu zu bringen, ihn für solche Eigenschaften zu lobpreisen, obwohl diese Eigenschaften erst in der Zukunft sichtbar werden mögen. Wenn jemand, der die Eigenschaften einer großen Persönlichkeit nicht tatsächlich besitzt, seine Anhänger veranlasst, ihn zu lobpreisen, in der Erwartung, solche Eigenschaften würden sich in der Zukunft allmählich entwickeln, ist diese Art von Lobpreisung im Grunde eine Beleidigung." (SB, 4.15.23, Erläuterung)
So wie es eine Beleidigung wäre einen blinden Mann als "Lotosäugiger" anzusprechen. Teilweise bedingte Seelen als 'so gut wie Gott' (GII, Seite 15, Punkt 8) anzusprechen, ist eine ähnliche Beleidigung; nicht nur gegenüber der falsch geschmeichelten Person, sondern auch gegenüber der reinen Schülernachfolge tatsächlich selbstverwirklichter Seelen, bis hin zur Höchsten Persönlichkeit Gottes Selbst.

'Streng folgen' ist der Vorgang, durch den ein Schüler fortschreitet, nicht eine Qualifikation an sich. Oft verwechseln Devotees den Vorgang mit der Qualifikation, manchmal predigen sie sogar, dass dies ein und dasselbe wäre. Nur weil jemand streng folgt, bedeutet dies nicht, er ist ein maha-bhagavata, oder dass er von seinem eigenen spirituellen Meister gebeten wurde einzuweihen; und wenn ein Schüler tatsächlich beginnt einzuweihen, bevor er ordentlich qualifiziert und autorisiert ist, dann folgt er auch sicherlich nicht den Regeln der Schülernachfolge.
Manchmal zitieren Devotees den Vers 5 aus dem Nektar der Unterweisung (Erläuterung), um zu beweisen: 'ein Vaisnava-Neuling oder ein Vaisnava auf der Zwischenstufe kann ebenfalls Schüler annehmen...' Aus einigen Gründen bemerken sie aber nicht, dass der Rest des Satzes die Schüler von solchen Gurus warnt, 'daß sie unter seiner unzulänglichen Führung keine sehr großen Fortschritte auf dem Pfad zum endgültigen Ziel des Lebens machen können.'
Darauf wird gesagt:
"Ein Schüler soll daher darauf achten, einen uttama-adhikari als spirituellen Meister anzunehmen." Unqualifizierte Gurus werden ebenso gewarnt:
"Man soll nicht spiritueller Meister werden, solange man nicht die Ebene des uttama adhikari erreicht hat." (Der Nektar der Unterweisung, Vers 5, Erläuterung, Seite 49)
Wenn ein Guru nur 'unzulängliche Führung' anbietet, kann er gemäß der Definition nicht diksa Guru sein, da dies die Vermittlung des vollständigen divya-jnana erfordert. 'Unzulänglich' bedeutet - nicht genug. Es ist sehr offensichtlich, dass einweihende Gurus, die einem nicht helfen können, 'gute Fortschritte zu machen', wahrscheinlich allesamt am besten gemieden werden sollten.

10. "Definitionsgemäß bedeutet das ritvik-System das Ende der Schülernachfolge."



Die Schülernachfolge oder Guru parampara ist ewig; es gibt keine Frage ihres Stehenbleibens.
Gemäß Srila Prabhupada wird die Sankirtan-Bewegung (und daher ISKCON) nur für die nächsten 9500 Jahre existieren. Verglichen mit der Ewigkeit sind 9500 Jahre nichts, ein bloßes Echozeichen in der kosmischen Zeit. Dies scheint der Zeitabschnitt zu sein während dem Srila Prabhupada als die 'gegenwärtige Verbindung' in ISKCON verbleiben soll, bis er oder Krishna die Anweisung vom 9. Juli rückgängig machen oder ein externer Umstand das Befolgen der Anweisung unmöglich macht (wie etwa eine totale thermonukleare Vernichtung). Frühere acaryas blieben für lange Zeitperioden gegenwärtig, Tausende (Srila Vyasadeva) oder sogar Millionen von Jahren (siehe Zitat unten). Wir sehen keinen Grund, weshalb die Dauer von Srila Prabhupadas Herrschaft als 'gegenwärtige Verbindung', selbst wenn sie sich bis hin zum Ende der Sankirtan- Bewegung hinzieht, irgendein besonderes Problem darstellen soll.
"Bezüglich dem System der parampara: große Lücken sind nicht verwunderlich [...] wir finden in der Bhagavad-gita, daß die Gita dem Sonnengott gelehrt wurde, vor vielen Millionen Jahren, doch Krishna erwähnte nur drei Namen in diesem System der parampara - nämlich Vivasvan, Manu und Iksvaku; und so hindern diese Lücken nicht, das System der parampara zu verstehen. Wir müssen die prominenten acaryas annehmen, und ihnen folgen [...] Wir müssen die Autorität des acaryas anerkennen, zu welcher sampradaya wir auch gehören." (SP Brief an Dayananda, 12/4/68)
Die Anweisung vom 9. Juli ist wichtig, da sie bedeutet, dass Srila Prabhupada der prominente acarya, zumindest für die Mitglieder der ISKCON, so lange wie die Gesellschaft besteht, sein soll.
Nur das direkte Eingreifen von Srila Prabhupada oder Krishna kann die letzte Anweisung widerrufen (solches Eingreifen muss mindestens so klar und unmissverständlich sein, wie es eine unterschriebene Anweisung ist, die an die gesamte Gesellschaft gesendet wird). Bis eine gegenteilige Anweisung gegeben wird, wird die Wissenschaft des hingebungsvollen Dienstes weiterhin direkt von Srila Prabhupada an nachfolgende Generationen seiner Schüler vermittelt.
Da dies ein gewöhnliches Phänomen in unserer Schülernachfolge ist, gibt es keinen Grund, um Alarm zu geben. Die Nachfolge kann nur als 'beendet' betrachtet werden, wenn die Wissenschaft des hingebungsvollen Dienstes verloren gegangen ist. In solchen Fällen erscheint gewöhnlich Sri Krishna Selbst, um die Prinzipien der Religion wieder zu etablieren. Solange Srila Prabhupadas Bücher im Umlauf sind, sollte diese 'Wissenschaft' lebhaft intakt verbleiben und vollkommen zugänglich sein.

11. "Das ritvik-System bedeutet ein Ende der Guru-Schüler Beziehung, die seit Tausenden von Jahren die Tradition gewesen ist."

Das ritvik-System verbindet eine potentiell unbegrenzte Anzahl von aufrichtigen Schülern mit dem größten acarya, der jemals die Erde gesegnet hat, nämlich Srila Prabhupada. Diese Schüler werden eine Beziehung mit Srila Prabhupada haben, die auf dem Studium seiner Bücher und ihm in seiner Gesellschaft dienen basiert, wobei es reichlich Gelegenheit für die Existenz einer unbegrenzte Anzahl von siksa Guru-Schüler Beziehungen gibt. Auf welche Weise ist dies das Ende der Tradition der Guru-Schüler Beziehungen?
Die Details wie diksa Guru-Schüler Beziehungen formell eingegangen werden, mag von einem acarya gemäß Zeit, Ort und Umständen angepasst werden, doch das Prinzip verbleibt das gleiche:
"Srimad Viraraghava Acarya, ein acarya in der Schülernachfolge der Ramanujasampradaya, hat in seinen Kommentaren bemerkt, daß candalas oder bedingte Seelen, die in Familien geboren sind, die noch unter den sudras stehen, ebenfalls den Umständen entsprechend eingeweiht werden können. Die Formalitäten können hier und dort leicht geändert werden, um sie zu Vaisnavas zu machen." (SB, 4.8.54, Erläuterung)
Ähnlich ist das Prinzip, Einweihung von einem echten spirituellen Meister anzunehmen, in keiner Weise von dem ritvik-System vermindert oder gefährdet.
Einige Leute verweisen auf traditionelle Gurus, die in indischen Dörfern leben, als ein Modell für ISKCON. Jeder Guru hat ein paar Schüler, die er persönlich ausbildet. Wie romantisch sich dies auch anhören mag, es hat nicht das geringste mit der weltweiten Mission, die Sri Caitanya vorhersagte und Srila Prabhupada etablierte, zu tun. In dieser Mission ist Srila Prabhupada der Welt-acarya, mit Tausenden und möglicherweise Millionen von Schülern. Srila Prabhupada gründete eine Weltmission, durch die jeder überall auf der Welt 'sich nähern', 'dienen' und 'sich erkundigen' kann. Warum sollten wir ein Dorfguru-System in der ISKCON einführen wollen, wenn es nicht das war, was Srila Prabhupada zu erstellen befohlen hat?
Wenn jeder über Hunderte verschiedene Gurus mit verschiedenen Sichtweisen, Meinungen und Ebenen der Verwirklichung meditiert, wie kann da Einheit sein? Wie wir demonstriert haben, gab uns Srila Prabhupada anstatt dieser Glückstreffer-Annäherung an spirituelles Leben, ein praxisbewährtes und getestetes System, welches die direkte Zuwendung an ihn (der hundertprozentig garantiert ist) erleichtert. Wir wissen, dass er uns nie im Stich lassen wird, und auf diese Weise wird ISKCON einig verbleiben, nicht nur dem Namen nach, sondern im Bewusstsein.
Einige Anhänger glauben, dass ohne eine Nachfolge von lebenden, physisch gegenwärtigen, einweihenden diksa Gurus, die Wissenschaft des hingebungsvollen Dienstes verloren gehen wird.
Allerdings ist dieses Prinzip nicht einmal ein einziges Mal von Srila Prabhupada bestätigt worden, und kann so nicht in unserer Philosophie existieren. Solange das ritvik-System in Kraft bleibt (natürlich nachdem es wieder in Gang gesetzt wurde), wird es eine Nachfolge lebender siksa Gurus geben, die im Namen eines lebenden, obwohl nicht physisch gegenwärtigen, mahabhagavata handeln. Solange diese siksa Gurus nicht irgendetwas ändern, Philosophie erfinden, wichtige Anweisungen ablehnen und sich selbst ohne Autorisierung als diksa Gurus ausgeben, wird die Wissenschaft des hingebungsvollen Dienstes vollkommen intakt verbleiben. Wenn solche Abweichungen die unvergängliche Wissenschaft des bhakti behindern würden, dann würde Krishna sicherlich auf irgendeine Weise eingreifen, vielleicht indem er wieder einen
Einwohner Golokas sendet, um eine neue echte Gesellschaft zu gründen. Lasst uns zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass dies nicht notwendig sein wird.

12. "Ritvik ist nicht der reguläre Weg, die Schülernachfolge fortzusetzen. Der richtige Weg dies zu tun ist für den Guru, dem Schüler alles was er über Krishna wissen muss beizubringen, während er physisch gegenwärtig ist. Sobald der Guru den Planeten verlässt, ist es die Pflicht all seiner strikten Schüler, sofort damit zu beginnen, ihre eigenen Schüler einzuweihen und so die Schülernachfolge fortzusetzen. Dies ist der 'reguläre' Weg, dies zu tun."

Wenn wir die zwei wichtigen Vorbedingungen, um jemanden einzuweihen, beiseite lassen, ist es klar, dass diksa-Tätigkeiten in unserer parampara enorm verschieden sind. Wir haben beobachtet, dass viele Verstöße gegen das sogenannte 'reguläre' System in fünf grundlegende Kategorien fallen, obwohl wir nicht ablehnen, dass es noch viele andere geben kann:
1. Lücken:
Dies sind all die Zeitpunkte, wenn ein acarya in der parampara verscheidet und es keine nächste Verbindung gibt, die sofort beginnen kann neue Schüler einzuweihen. Oder die Person, welche die nächste Verbindung werden wird, erhält nicht sofort die Autorisierung des spirituellen Meisters direkt nach seinem Verscheiden einzuweihen. Zum Beispiel gab es eine Lücke von etwa zwanzig Jahren zwischen dem Verscheiden von Srila Bhaktisiddhanta und der nächsten echten Einweihung in unserer sampradaya. Lücken von mehr als hundert Jahren sind nicht ungewöhnlich bei den Mitgliedern der Schülernachfolge.
2. Umgekehrte Lücken:
Dies sind all die Zeitpunkte, wenn ein acarya noch nicht seinen Körper verlassen hat, bevor seine Schüler mit dem Einweihen beginnen. Brahma zum Beispiel hat seinen Körper noch nicht verlassen, dennoch haben Generationen von nachfolgenden Gurus Millionen und Millionen von Schülern eingeweiht. Srila Bhaktisiddhanta weihte ein, als Srila Bhaktivinoda und Srila Gaura Kisora noch physisch gegenwärtig waren. Gemäß GII (Seite 23) ist dies ein allgemeines Phänomen in unserer sampradaya.
3. Siksa / diksa Verbindungen: Es gibt Fälle, wo ein Schüler einen acarya als seinen wichtigsten spirituellen Meister akzeptiert, nachdem dieser den Planet verlassen hat. Ob der verstorbene acarya ein siksa oder diksa Guru für seinen Schüler ist, ist oft schwer zu erkennen. Srila Prabhupada bestimmt im allgemeinen nicht die genaue Natur dieser spirituellen Wechselwirkungen. Zum Beispiel die genaue Natur der Beziehung zwischen Srila Visvanatha Cakravarti Thakura und Narottama dasa Thakura, die über einhundert Jahre voneinander getrennt lebten, wird von Srila Prabhupada nicht ausgeführt. Wir mögen es eine siksa Beziehung nennen wollen, doch das ist Spekulation, da Srila Prabhupada einfach sagt:
"... Srila Narottama dasa Thakura, der seinerseits Srila Visvanatha Cakravarti als seinen Schüler annahm." (CC Adi, 1)
"... Visvanatha Cakravarti Thakura. Er akzeptierte seinen Guru, Narottama dasa Thakura."
(SP SB Vortrag, 17/4/76, Bombay)
Obwohl solche Schüler normalerweise an einer Art von Zeremonie mit jemandem, der physisch gegenwärtig ist, teilnehmen, mag dies dennoch den verstorbenen acarya nicht daran hindern, deren diksa Guru zu sein; so wie eine ritvik-Zeremonie nicht bedeutet, dass der ritvik oder Tempelpräsident der diksa Guru ist. Auch erhielten solche Schüler normalerweise die Erlaubnis von einer Autorität, die physisch gegenwärtig war, um einen sat Guru zu akzeptieren, der dies nicht war. Auf ähnliche Weise - wäre das ritvik-System wieder in Gang gesetzt, würden neue Schüler von Srila Prabhupada zuerst die Anerkennung des Tempelpräsidenten und des ritviks erhalten, bevor sie eingeweiht werden.
4. Art der Einweihung:
Dies sind ungewöhnliche Arten der Einweihung, wo einmalige oder unbegreifliche Arten der Vermittlung von diksa vorkamen. Zum Beispiel Sri Krishna an Brahma; oder Sri Caitanya, der in das Ohr eines Buddhisten flüstert. Interplanetare diksa mag ebenso unter diese Kategorie fallen.
Dies ist der Fall, wenn Persönlichkeiten, die auf einem anderen Planeten leben, einen Schüler einweihen oder diksa vermitteln, zum Beispiel Manu an Iksvaku in der Bhagavad-gita (4.1).
5. Nachfolgesysteme:
Dies bezieht sich auf unterschiedliche Nachfolge-acarya-Systeme in unserer Sampradaya. Zum Beispiel Srila Bhaktivinoda nahm ein 'machtvoller Vaishnava-Sohn' Nachfolgesystem an. Srila Bhaktisiddhanta verblieb mit einem 'selbstleuchtenden acarya' Nachfolgesystem. Soweit wir ermitteln können, entschied sich Srila Prabhupada für ein 'amtierendes acarya' Nachfolgesystem.
Das vom GBC unterstützte System ist ein 'multiples acarya' Nachfolgesystem.
Es ist klar, dass die Methode jedes acaryas ziemlich einmalig ist; über ein 'reguläres' System, um die parampara fortzusetzen, zu sprechen, ist praktisch bedeutungslos.

13. "Wenn wir das ritvik-System annehmen, was würde uns daran hindern,
Einweihung von irgendeinem vorherigen acarya, wie Srila Bhaktisiddhanta, zu erhalten?"


Zwei Dinge verhindern, dass dies eine echte Möglichkeit ist:
1. Srila Bhaktisiddhanta und andere vorherige acaryas autorisierten nicht ein ritvik-System, welches 'fortan' gelten soll.
2. Wir müssen uns der aktuellen Verbindung nähern:
"Um die wahre Botschaft des Srimad-Bhagavatam zu empfangen, sollte man das
verbindende Glied [Anm.: current link] , den spirituellen Meister, in der
Schülernachfolge aufsuchen." (SB, 2.9.7, Erläuterung)
Es ist offensichtlich, dass Srila Prabhupada der sampradaya acarya ist, der Srila Bhaktisiddhanta nachfolgt. Srila Prabhupada ist deshalb unsere aktuelle Verbindung und ist so die richtige Person, die für Einweihung aufzusuchen ist.

14. "Um die aktuelle Verbindung zu sein, muss man physisch gegenwärtig sein."

Srila Prabhupada legte niemals die obige Verfügung fest.
Darum lasst uns folgendes betrachten: Kann ein spiritueller Meister 'aktuell' sein, wenn er physisch abwesend ist?
1. Der Ausdruck 'aktuelle Verbindung' [Anm.: current link] wird in nur einem Abschnitt in allen Büchern von Srila Prabhupada verwendet; es gibt keinen Verweis auf physische Gegenwart, der sich auf diesen Ausdruck bezieht. Wenn physische Gegenwart wesentlich wäre, dann würde sie sicherlich erwähnt worden sein.
2. Die Definition des Wortes 'aktuell' bezieht sich nicht auf physische Anwesenheit.
3. Die Definition des Wortes 'aktuell' kann ohne weiteres auf einen physisch abwesenden spirituellen Meister und seine Bücher angewendet werden.
Current = 'most recent', 'commonly known, practised or accepted', 'widespread',
'circulationg and valid at present'. (Collins English Dictionary)
[Anm.: aktuell = 'im augenblicklichen Interesse liegend', 'zeitgemäß' (Duden)]
4. Der Sinn, die 'aktuelle Verbindung' aufzusuchen, kann durch das Lesen von Srila Prabhupadas Büchern vollständig erfüllt werden:
"Um die wahre Botschaft des Srimad-Bhagavatam zu empfangen, sollte man das
verbindende Glied [Anm.: current link] , den spirituellen Meister, in der
Schülernachfolge aufsuchen." (SB, 2.9.7, Erläuterung)
5. Srila Prabhupada verwendet auch den Ausdruck 'unmittelbarer acarya' [Anm.: immediate acarya] gleichbedeutend mit 'aktuelle Verbindung'. Das Wort 'unmittelbar' bedeutet: immediate = 'without intervening medium', 'closest or most direct in effect or relationship' (Collins English Dictionary)
Diese Definition verleihen einer direkten Beziehung mit Srila Prabhupada - ohne die Notwendigkeit von Mittelsmännern – Gültigkeit; wider alles ungeachtet der physischen Gegenwart/Abwesenheit.

6. Da es Beispiele von Schülern gibt, die einweihten, als ihr Guru noch auf dem Planeten war, scheint es keine direkte Beziehung zwischen dem Status der aktuellen Verbindung und der physischen Gegenwart/Abwesenheit zu geben. Mit anderen Worten, wenn es möglich ist, die nächste aktuelle Verbindung zu sein, selbst während der eigene Guru physisch gegenwärtig ist, warum sollte es nicht einem abgereisten acarya möglich sein,die aktuelle Verbindung zu bleiben?
Schlussfolgernd sehen wir keinen Beweis um darauf schließen zu lassen, dass eine aktuelle Verbindung auf physischen oder nicht physischen Überlegungen basiert.